Kleidung im Wandel der Hansezeit

Wenn sich das Uelzener Schnellenmarktviertel am 22. und 23. September in einen Hansemarkt verwandelt, dann können auch Bürger und Gäste es wagen, die Jeans im Schrank zu lassen und sich im historischen Gewand an dieser Zeitreise zu beteiligen. Lust und Neugier an Verwandlungen hat Uelzen bereits 2014 bewiesen, als sich der Herzogenplatz zur NDR-Sommerwette in einen 60er Jahre Strand mit allerhand Hawaiihemden und Flower-Power verwandelte. Doch was war im Mittelalter hip? Eine kleine Kleiderkunde verrät die wichtigsten Trends der Hansezeit.

 

Kleider machen Leute - gestern & heute

 

Vor der Suche nach den passenden Stücken lohnt es sich darüber nachzudenken, wen man darstellen möchte. Magd, Bauer, Ritter, Bürger oder Adlige – im Mittelalter galt Kleidung als Ausdruck des eigenen Standes.

Arme Bauern gehen in Lumpen, auf den Dörfern sind auch einfache Röcke und Hemden aus Leinen und Wolle zu finden. Nur reiche Leute können sich Tuch aus Flandern, Mieder und Blusen aus feinem elsässischem Linnen oder Wollwaren aus Italien leisten. Die Gewänder der Adligen, aber auch der wohlhabenden Bürger sind extravagant. Man weiß die Eleganz von edlen Stoffen und Pelzen zu schätzen. Frankreich, Spanien und Italien nehmen schon im Mittelalter großen Einfluss auf den europäischen Schick.

 

 

Einen Hauch von Historie kann man sich ganz einfach auf den Kopf setzen.

 

Es eignen sich Hauben, Kappen oder die Gugel - eine Kapuze mit Schulterkragen. Auch ein Barett oder den sogenannten Mailänder Hut fanden Frauen wie Männer früher schick.

 

Bei gut betuchten Herrschaften wurde das Kopfkleid mit Federn, Borten, Perlen oder Stickereien verziert.

Woher bekomme ich ein Gewand?

Die Eventagentur fogelvrei stellt der Hansestadt einige Gewänder zur Verfügung, die gegen 10 Euro Wäschegebühr ausgeliehen werden können. In unserem Hansebüro im Taterhof (gegenüber Komma am Schnellenmarkt) können die Kleider durchstöbert und anprobiert werden.

 

Öffnungszeiten:

11. bis 13. September von 16 bis 18 Uhr

18. bis 21. September von 16 bis 18 Uhr

 

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